Geschichte des Hotels

Geschichte des Hotels: Foto
26.01.2022

Das Hotel ist das 342. Gebäude, das in Mariánské Lázně (Waldbrunnstraße) gebaut wurde, genannt Westend. Mit dem Bau dieses Hauses wurde Ende des 19. Jahrhunderts begonnen. In dieser Zeit, bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs, erlebte Marienbad einen großen Aufschwung. Zu dieser Zeit entstanden die meisten der historischen Gebäude, Kurhäuser, Kolonnaden und Kirchen, die heute das einzigartige Erscheinungsbild der Stadt prägen. Die meisten von ihnen wurden von namhaften österreichischen Architekten der Zeit im Stil des Klassizismus und der Neorenaissance errichtet. Zu letzterem gehört der architektonische Stil des Westend Hotels.

Das Gebäude wurde 1895 fertiggestellt und beginnt seine Geschichte als prestigeträchtiges Kurhotel. Der Besitzer des Hotels, Dr. Franz Nadler, ist eine bedeutende Persönlichkeit, die viel zur Geschichte von Marienbad beigetragen hat. Er war um die Jahrhundertwende Bürgermeister der Stadt, und dank seiner Bemühungen wurde ein Besuch in der Kurstadt zu einer Prestigeangelegenheit in den oberen Rängen der europäischen Gesellschaft. Viele Berühmtheiten der damaligen Zeit hielten sich in Marienbad auf: Mark Twain, Nietzsche, Kafka, Freud und Edison, um nur einige zu nennen. Zu den berühmten Schriftstellern, die sich in der einzigartigen friedlichen Umgebung des Kurortes inspirieren ließen, gehört auch Václav Beneš Třebízský, ein Priester und tschechischer Volksschriftsteller. Bis zu seinem Tod wohnte er in dem Haus hinter dem Nationaltheater, das fast gegenüber dem Westend-Gebäude liegt. Die Straße, an der das Hotel liegt, ist nach ihm benannt, und ein Denkmal für den Schriftsteller befindet sich einige hundert Meter entfernt in der Nähe der Waldquelle.

Neben der kulturellen und wissenschaftlichen Elite wird der Kurort auch von königlichen Gästen besucht. Dem Organisationstalent von Franz Nadler ist es zu verdanken, dass die Stadt als Ort für ein bedeutendes politisches Ereignis ausgewählt wurde - ein Treffen zweier europäischer Monarchen. Hier besucht am 16. August 1904 der österreichisch-ungarische Kaiser Franz Joseph I. den englischen König Edward VII. Die Arbeit des Magistrats unter Dr. Franz Nadler wurde vom kaiserlichen und königlichen Hof hoch gelobt, und sein Name wurde für immer in die Geschichte des Goldenen Zeitalters von Marienbad und die Geschichte des Westend-Hotels eingraviert.

Während des Ersten Weltkriegs dienten die meisten Gebäude der Stadt, darunter auch das Westend-Gebäude, eine Zeit lang als Lazarett. Nach dem Krieg kehrten sie jedoch schnell wieder zu ihrem ursprünglichen Zweck zurück, und in den 1920er Jahren wurde das Hotelgebäude wieder für die Beherbergung von Kurgästen genutzt und die therapeutischen Anwendungen wurden wieder aufgenommen. Gegen Ende des Jahrhunderts wurde das Westend-Gebäude als Hotel der gehobenen Klasse betrieben.

Im Jahr 1996 wurde der gesamte Hotelkomplex gründlich renoviert und erhielt nicht nur ein modernes Aussehen, sondern auch eine moderne Inneneinrichtung, so dass es zu einem Kurhaus mit einem umfassenden Unterbringungsangebot und einer breiten Palette an therapeutischen Verfahren wurde.

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